Farewell-Konzert, 14. April 2005

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Farewell-Konzert 2005

         Uli Schmidt-Salm aka NATTY U
         (*20.02.1956 - † 25.03.2005)

Nur eine Woche Zeit hatten die Organisatoren des Farewell-Konzerts, um ein abendfüllendes Programm auf die Beine zu stellen, das sowohl den Ansprüchen des Publikums als auch dem Anlass gerecht werden sollte. Es herrschte eine nicht zu leugnende Nervosität als gegen 19.00 Uhr die Türen des Freizeitzentrums West geöffnet wurden. Werden es genügend Besucher sein, um das erklärte Ziel, das Geld für NATTYS letzte große Reise zusammen zu bekommen, zu erreichen? War es richtig, anstelle eines festen Eintrittspreises einen Spendenaufruf zu starten und es den Besuchern zu überlassen, die Höhe selbst zu bestimmen?

Nun, die Besucher des Konzertes wissen es bereits: Ja und Ja! Hunderte von Besuchern füllten in kurzer Zeit Saal und Vorraum und die Spendenfreude war jenseits jeder Erwartung. Nicht zuletzt durch eine großzügige Spende des Freizeitzentrums West kam das Geld zusammen, dass Anfang September die Tochter die Asche von NATTY U nun dem Meer vor Jamaica übergeben kann.

Beim Konzert waren dem neben den Vertretern der Dortmunder Presse auch - wie bereits bei der Trauerfeier - ein Kamerateam des WDR vor Ort und tags darauf wurde ein TV-Bericht gesendet, der die Atmosphäre des Konzerts wirklich transportierte. Dank dem Internet-Radio RAGGAKINGS, das das Konzert live im Internet übertrug, verfügen wir über ein Tondokument des Konzerts, das es uns ermöglicht, den nachfolgenden Bericht durch Soundeindrücke zu bereichern.

Den Teilnehmern der Trauerfeier, die bereits musikalisch von Keith Powell, Rasta Pasey, Karsten und Pomez eindrucksvoll unplugged eingerahmt wurde, klang der Song noch in den Ohren: FLY AWAY HOME. Dies war auch der Song, der den Anfang des Konzertes markierte und von der weichen und zugleich eindringlichen Stimme von RASTA PASEY intoniert wurde.

Aus der Feder von Keith Powell aka ROUGHHOUSE stammt der Song BACK TOGETHER AGAIN, der ohne Übertreibung als Hymne des Abends bezeichnet werden kann und sich nahtlos an den stimmungsvollen Auftakt Rasta Paseys anschloss. SYSTEM IN FLAME, ebenfalls ein Titel aus dem Debutalbum von ROUGHHOUSE mit dem Titel "My intention", ließ an diesem Abend dann erstmals härtere Töne erklingen, die den Song WHAT THE PEOPLE SAY, interpretiert von RASTA PASEY, noch "süßer" erschienen ließ.

ORANGE betrat nun die Bühne und interpretierte die Songs SMILING FACE und TOO EXPERIENCED, die sich nicht nur einfühlsam in den bisherigen musikalischen Verlauf des Abends einfügten, sondern in ihrer Art zu den Reggae-Songs gehörten, die NATTY U in den letzen Wochen vor seinem Tod besonders schätze.

André, Gitarrist der NORTSIDE ROCKERS, die sowohl NATTY U aber auch EDE WHITEMAN und vielen anderen als Backingband zur Seite stehen, präsentierte dann seine gekonnte Interpretation des Klassikers NAGILAHAVA, dem ersten Instrumentalstück des Abends. EDE war es dann, der die Besucher mit ALLE HÄNDE HOCH zur "aktiven Mitarbeit" aufforderte und mit BONG dokumentierte, was er neben einem Mikrofon gern in Richtung Mund führt, und NATTY U auf seine Weise eine GUTE REISE wünschte.

Mit einem kurzen knappen "n'Abend" betrat SASCHA die Bühne und überzeugte mit seiner Interpretation von BOB MARLEY'S THREE LITTLE BIRDS. Er dokumentierte einmal mehr seine Vielseitigkeit und würdigte - als internationaler Act - damit das Lebenswerk von NATTY U, dem eine solche Anerkennung zu Lebzeiten nur in Fachkreisen zuteil geworden war.

Den Abschluss des ersten Teil des Abends bildete eine Formation von "Freunden aus längst vergangenen Tagen", die den Punk-Song ER KRIEGT IHN NICHT HOCH der Dortmunder Kult-Band THE NEAT zum Besten gaben, in der Uli, noch bevor er zu NATTY U wurde, seiner Leidenschaft für den Punk Ausdruck verlieh. TÖTT am Bass ,MARIO an der Gitarre, die er einst von NATTY U erwarb, und ROBERT am Schlagzeug demonstrierten dem Publikum damit eine andere musikalische Phase von NATTY U und sorgten mit der Lautstärke, mit der dieser Song vorgetragen wurde, dafür, dass das Publikum die kurze Pause danach dankbar annahm.

(to be continued...)


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